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10/27/2006 back to the rootsNeulich ist mir eine Dummheit passiert. Man war ich dumm!
Ich kam auf die besonders kluge Idee mir das Haupthaar etwas länger stehen zu lassen. Aber seit meiner Kindheit weiß ich, dass dies ein hoffungsloses Unterfangen ist. Da ich aber ein Sturkopf bin und mich nicht mehr so recht an die Zeit mit mittellangen Haar erinnern kann, musste ich es halt noch mal probieren. Das muss doch zu schaffen sein!
Nein es ist nicht zu schaffen. Meine Genetik lässt leider nichts als Kurzhaarschnitte zu und so muss ich mich leider diesem Trend verweigern. Vielleicht ist das auch besser so, denn ich weiß, dass man sich hinterher immer auf den Fotos schämt, dass man so rumgelaufen ist. Wie bei den Schnäuzern...
Dieses ,ich nenne es jetzt einfach mal, "Experiment", um mein Auftreten für die Menschen, die mich gesehen und erkannt haben zu entschuldigen, ist nun sowas von nach hinten losgegangen, dass mir die Lust an solchen Selbstversuchen gründlich vergangen ist!
Der "Übergang" ist ja bekanntlich immer das Schlimmste. Für mich jedenfalls. Ich habe jedwede Kontrolle über mein Haarteil verloren, dass ich sogar schon Montags zum Babier meines Vertrauens wollte. Leider hab ich vergessen, dass Montag war und ich stand vor verschlossenen Türen. Hieß also bis Freitag warten. Grausam! Also ich bin kläglich am Übergang gescheitert und ziehe meien Hut vor denen, die es geschafft haben. Fetten Respect!
Problem an der ganzen Sache war nur, dass ich während der Zeit des Züchtens nicht mitbekommen habe, dass meine halbwegs talentierte Stammfrisöse nicht mehr im lokalen Dorffriseur tätig ist. Da saß ich dann nun im größten Zwiespalt der Woche. Ich könnte herrausfinden wo Olga jetzt arbeitet (wollte aber nicht fragen, weil es mir doch etwas unhöflich erschien) oder ich wage es und lasse mir von einer unbekannten, übergewichtigen und nicht empfohlenen Scherenschwingerin den Mob frisieren.
Ich entschied mich für zweiteres und gab mein Leben in Gottes Hände. Ich hätte es lieber lassen sollen und mir den Haarschneideaufsatz für den Staubsauger kaufen sollen, der hätte wenigstens mehr Talent als diese wurstfingerige, rot-gefärbt-und-schlecht-frisiert-Dorftrulla-und-möchtegern-Hairartist.
Es fing ja alles ganz gut an. Der Schnitt war okay die Länge auch. Alles klar soweit. Bis sie nach dem Föhn griff und langsam anfing mir das Haar nach hinten zu kämmen. Ich war so schokiert über diese Handlung, dass meinen Protest nicht zum Ausdruck bringen konnte.
Sie grabste durch mein Haar und föhnte, grabschte und föhnte wieder. Es war eine Tortur. Als sie endlich von mir abließ und ich mein Spiegelbild betrachtete wusste ich nicht, ob ich weinen oder lachen sollte. Lachen weil ich in diesem Moment die Unfähigkeit und das mangelnde Gespühr für den Zeitgeist , dieser hässlichen Frau erkannte und sie total peinliche Arbeit geleistet hat.
Weinen sollte ich, weil ich eine Zeitreise in die von mir so hoch geschäzten und ach so verhassten 80er machen durfte. Mein Kopf sah aus, wie der von Dieter Bohlen in seinen guten Tagen. Es war einfach nur schrecklich.
Ich entschied mich für keine der beiden Möglichkeiten und ertrug die Situation mit Fassung, bezahlte brav und rannte zu meinem Auto, hoffte, dass mich keiner sieht und wollte einfach nur die Föhnwelle aus den Haaren waschen, bis ich die Ausgangspost auf meinem Beifahrersitz entdeckte.
Auf dem Parkplatz an der Post saß ich nun da und trug wieder einen inneren Konflikt mit mir aus. Aussteigen oder nicht aussteigen? Ich stieg aus! Schaute auf den Boden, lief in die Post, musste zu allem Überfluss noch einen Paketschein ausfüllen und verlies diese nach wenigen Minuten wieder. Ich glaube zu glauben, dass mich keiner gesehen hatte.
Weitere wenige Minuten später war ich endlich zu Hause und konnte mir den Mist aus den Haaren bürsten.
Dieses Problem wäre vorerst gelöst, aber in vier Wochen muss ich wieder hin und ich will nicht! Ich muss mir wohl oder übel einen neuen Hairstylist suchen, was meiner Meinung nach unmöglich ist.
Na ja was solls. Das schönste an einem Friseurbesuch ist eh immer das heimelige Nachschneiden... 9/8/2006 Berufe, die die Agentur für Arbeit (noch) nicht vermittelt1. Die Zahnarztfrau
Dei Zahnarztfrau ist eine von mir sehr geschätzte Berufssparte. Denn hier
lässt sich mit wenig Aufwand relativ viel Geld machen und jeder kann auch ohne
besondere Vorbildung Zahnarztfrau werden.
In das Tätigkeitsfeld dieser Berufsgruppe fallen Aufgaben, wie Autohäuser
einweihen, Zuchttierschauen moderieren oder Werbung für zahnbleichende
Substanzen aus Tuben machen.
2. Die Spielerfrau
Ist es einer Zahnarztfrau nicht genug die Königin des Dorfplatzes zu sein,
so kann sie sich durch diverse Seminare und Wochenendkurse zur Spielerfrau
weiterbilden.
Dies hat den Vorteil eines größeren Einkommens und der Aufgabenbereich
erweitert sich auf die nationale Ebene.
Beliebte aber durchaus sinnvolle Tätigkeiten der Spielerfrau ist zum
Beispiel das Designen von Schmuck und das anschließende Verhökern dieses bei
bekannten Shoppingsendern, rumsitzen und schön aussehen, sowie gut
durchdachte Anlageinvestments in Schuhe, Kleidung und Schmuck.
Alternativer Berufszweig wäre hier das Ex-Partyluder, dem jetzt
langweilig ist und keine anerkannte Ausbildung hat oder eine qualifizierte
Schulbildung.
3. Der Vocalcoach
Der Vocalcoach ist bei genauerer Betrachtung ein sehr trauriger Beruf.
Junge Menschen, die alles daran setzen Popstar zu werden und es dann nicht
schaffen müssen ihr Brot damit verdienen jungen Menschen zu helfen Popstars zu
werden, es aber nicht können. Diese gescheiterten Existenzen werden dann
wiederum Vocalcoach. Ein Teufelskreis...
Negative Begleiterscheinungen hier sind zum Beispiel die Fraktion der
ehrgeizigen Eislaufmütter und Fußballväter.
4. Der Alleinerbe
Der Alleinerbe benötigt keine Ausbildung, denn Alleinerbe kann man nicht so
ohne weiteres werden, sondern man ist es.
Das Ballungszentrum der Alleinerben befindet sich meist im Süden Europas
wie Monaco oder der Schweiz.
Tätigkeiten hier sind das Baden in Champagner oder Ölen in Kaviar. Im
Grunde gleicht es sich stark mit dem der Spielerfrau (Schmuck designen und dumm
rumgucken)
5. Der Drogenschmuggler
Der gemeine Drogenschmuggler oder auch Kurier hat den gefährlichsten
Tätigkeitsbereich der Top 5 Traumberufe.
Hier lässt sich auch (abgesehen vom Alleinerben) das meiste Geld in
kürzester Zeit machen. Problem ist hier nur, dass das Einkommen nicht versteuert
wird und man deshalb schon früh für die Rente vorsorgen muss.
Tätigkeuten hier sind das Einkaufen von Mädchen aus armen Familien, die
sich in Kolumbien mit Koks gefüllte Silikonimplantate einsetzen lassen, um diese
dann an den Bestimmungsort zu bringen.
Vorbildung in Sachen Tierkunde können auch nur von Vorteil sein, denn das
Medium des Tiertransportes gewinnt in dieser Branche immer mehr an
Bedeutung.
8/24/2006 nachkriegerische SuppenkücheEs gibt Sachen auf der Welt, die finde ich ganz schrecklich.
Arme-Leute-Essen zum Beispiel. Was soll ich damit anfangen? Ich bin kein
Arme-Leute-Mensch! Ganz schlimm ist das bei meiner Omma. Sie kocht mit Vorliebe
billigen Fraß aus der Nachkriegszeit, wie Rinderbrühe oder Hühnersuppe,
Kartoffeln und Schwarzwurzeln durcheinander.
Dies sind Sachen, die ich mir never ever im Restaurant bestellen würde,
weil dies Arme-Leute-Essen ist und ich keinen MÜll esse und auch nicht essen
werde. Warum denn auch? Heutzutage sind Lebensmittel doch spottbillig und wir
haben allen möglichen sche*ß an Obst, Gemüse und Fleisch hier. Ein Hoch auf die
Globalisierung.
Also um noch einmal auf meine Frage zurückzukommen. Warum muss ich so ein
Gelumpe immer noch fressen. Man will ja nicht unbedingt unhöflich erscheinen,
aber wenn Menschen, die den Krieg doof fanden immer noch Sachen aus dem Krieg
kochen, dann kann er doch nicht so doof gewesen sein oder? Viva la RevolutionIch musste kürzlich eine erschreckende Erfahrung machen. Ich durfte
feststellen, dass der Großteil meiner flüchtigen Bekanntschaft nicht
liest.
Warum? Bücher sind doch die tollste Erfindung seit sie erfunden wurden.
Am Anfang meiner Ausbildung gab es in der Schule diese wundervollen und
aufschlussreichen Vorstellungsrunden in denen irgendwelche dummen Spiele mit
Steinen und Wollknäulen zelebriert wurden. Betroffene werden wissen wovon ich
spreche. Jedenfalls wird man dazu genötigt seine Interessen etc. wildfremden
Dorftrotteln zu offenbaren und sich im Gegenzug dazu ihr sinnloses Gefasel von
ihrem Dasein als minderbemittelte Kuhhirten reinzuziehen.
Als dann das fucking Knäul unausweichlich in meine Richtung flog hab
ich gesagt, dass ich gerne lese. Kaum hatte ich diesen Satz zuende gebracht
starrte mich die ganze Gemeinschaft an, als ob ich in der Kirche einen fahren
gelassen hätte. Sind Menschen, die aktiv lesen so rar geworden?
Später stellte sich heraus, dass einige von ihnen genau so Buchverrückt
sind, wie ich, aber es nicht öffentlich zugeben wollten. Muss man sich
dieser Fähigkeit schämen? Oder sind Leseratten vom Aussterben bedroht?
Meine sehr verehrte Kollegin Pibo ist dieser schockierende Missstand auch
schon aufgefallen und wir haben beschlossen eine Kampagne zu starten, nur um uns
über Nichtleser lustig zu machen.
Motto:
ICH LESE. WARUM?
WEIL ICH ES KANN! .Nach Frankreich fährt man nur, um nach Spanien zu
kommen! |
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